1962–2012

21. OPEL KADETT A-Treffen
15. bis 18. Juni 2017 in Bispingen-Behringen

Bericht von Helmut Neubauer

Wieder einmal ist die Kadett A Gemeinschaft zum gemeinsamen Genussfahren zusammen gekommen, nach dem Treffen 2008 zum zweiten Mal in der Lüneburger Heide.

Eingeladen hatten dieses mal Hannelore Schröder und ihr Sohn Michael ins Hotel „Zur grünen Eiche“ in Behringen. An vier Tagen konnten wir hier herrliche Ausfahrten und interessante Programmpunkte „erfahren“.

Donnerstag, 15. Juni 2017

Anreisetag

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ab 15:00 Uhr Eintreffen der Teilnehmer

18:30 Uhr gemeinsames Abendessen im Hotel „Zur Grünen Eiche“

anschließend Ausklang des Tages im Biergarten

Die Begrüßung erfolgte schon an der Zufahrt zum Hotelparkplatz durch Michaels chamonixweiß-royalblaues Kadett A Coupé. Zur Begrüßung erhielten alle Teilnehmer eine Tasche mit den Streckenbeschreibungen der beiden Ausfahrten, Informationsmaterial über die Heide und zwei dekorativen Kerzengläsern.

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Unter den Teilnehmern war auch wieder ein Neuzugang, Benny mit seinem Kadett A Caravan, dessen Wiederauferstehung durch die Geburtsanzeige des Stammtischs Husum in der Clubzeitschrift „Der Zuverlässige“ (Nr. 2/2017) neugierig gemacht hatte.

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Mit großem Bedauern fiel beim Abendessen in der „Grünen Eiche“ auf, dass Manfred und Monika aus Leutkirch im Allgäu fehlten. Manfreds in den vergangenen Jahren launig kommentierte Vorführung der Bildergalerie des jeweiligen Vorjahrestreffens waren für viele der Höhepunkt des Samstagabendprogramms. Die Hanauer Gruppe wußte mehr: Auf der Fahrt von Leutkirch zu ihrem ersten Etappenziel in der Wetterau, waren bedrohlich klingende metallische Geräusche aufgetreten. Da die Ursache auch nach Aufbocken des Kadetts und Beratung mit den Experten nicht festzustellen war, beschlossen die Beiden, vorsichtshalber lieber umzukehren. Erleichtert erfuhren wir später, dass das störende Geräusch während er Rückfahrt verschwunden war und Leutkirch ohne technische Probleme wieder erreicht wurde. „Opel, der Zuverlässige“ eben. Man muss natürlich auch daran glauben!

Freitag, 16. Juni 2017

  9.30 Uhr Ausfahrt „Südheide“

17:00 Uhr gemeinsames Abendessen in Müden/Örtze

ca. 20:00 Uhr individuelle Rückfahrt zum Hotel nach Behringen

Am Morgen des ersten Genussfahrtages, bei strahlender Sonne, mussten wir doch unsere Lieblinge erst einmal hübsch machen: der Morgentau musste vom Lack entfernt werden um Wasserflecken zu vermeiden. Dann folgte der erste Ruf mit der bekannten Ratsche zur Routeneinweisung durch den Veranstalter Michael.

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Seit wir nach dem Rosenheimer Abbiegesystem fahren, sind die Mitfahrer nicht mehr auf die Routenbeschreibung angewiesen und können entspannt einfach hinter dem Vordermann herfahren. Das Rosenheimer Abbiegesystem funktioniert folgendermaßen: Das erste und das letzte Fahrzeug kennen den Streckenverlauf. An der Stelle, an der abgebogen werden soll, zeigt das erste Fahrzeug die rote Kelle, das zweite Fahrzeug hält am Fahrbahnrand an und weist den folgenden Fahrzeugen den Weg. Am Ende der Gruppe zeigt das letzte Fahrzeug die grüne Kelle und das haltende Fahrzeug fährt vor ihm als vorletztes Fahrzeug weiter. Das klingt komplizierter als es ist und funktioniert in der Praxis allerbestens.

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Vor dem Start klärten die Cabrio- und Schiebdachbesitzer noch die Frage „Offen fahren oder doch lieber geschlossen?“. Doch das Wetter sah vielversprechend aus, und deshalb ging es gleich offen los.

Soltau liegt im Kerngebiet der Lüneburger Heide. Wir waren dort schon 2008 zum Treffen in Undeloh, das Marion und Gerd ausgerichtet hatten. Diesmal hatten Hannelore und Michael die Platzrandstraßen des früheren NATO Übungsplatzes Bergen für uns ausgewählt. Diese Straßen sind weit überwiegend in hervorragendem Zustand und durchweg eher schmal, dem geringen Verkehrsaufkommen zwischen den Einzelgehöften angepasst. Am Freitag war der Südteil der Heide dran. Fast immer stehen Bäume am Straßenrand, es sind meist Kiefern oder Birken, die mit dem  kargen Sandboden noch am ehesten auskommen. An einigen Stellen ist es auch möglich, über die aufkeimenden Maissaat Heideflächen zu sehen. Leider war nicht alle Heide kurz vor dem Sommerbeginn leuchtend rosa oder fliederfarben. Weil wir im Juni unterwegs waren, konnten wir meist nur graubraune Heideflächen sehen. Später im Jahr würde der hoch gewachsene Mais uns den Blick verstellen.

Die Kadett-A-Karawane zog sich lang, vorbei am „Verrückten Haus“ und dem künstlichen Skihang bei Bispingen. Sie fuhr durch junge Wälder auf neuen, wenig befahrenen Straßen nach Soltau. Hier in der Kreisstadt steht das einzigartige Filzmuseum und nutzt die alte Industriearchitektur auf vier Stockwerken. Wir wurden sachkundig geführt und erfuhren, dass Filz zu viel mehr dient als nur für Hüte und den Ring zum Ölen des Kadett-Verteilers. Der wahrscheinlichste Ursprung ist das Schafwoll-Sattelpolster der Nomaden, die während des Ritts die lose liegende Wolle zu einem festen Kissen verdichteten. Natürliche Garne lassen sich durch Druck, Feuchtigkeit und Hitze verfilzen. Natürliche sowie Kunstgarne, die keine eigene Absplitterung der Haare aufweisen, können auch durch Stiche mit der Filznadeln gefilzt werden. Das Museum zeigte sich – überwiegend mit gefilzten Gegenständen – gemütlich eingerichtet und mit sehr überraschenden Exponaten, darunter ein traditioneller Hirtenmantel aus der Türkei. Außerdem bestand die Gelegenheit der eigenen Kreativität Raum zu geben: Rüdiger zeigte Bastelfreude und filzte während des Rundgangs nebenbei mit der Filznadel einen Würfel.

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Anschließend gab es auch etwas Zeit, um sich in der Stadt umzusehen. Danach ging es nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ weiter. Wir fuhren zur Ruine des 1934 erstellten Hindenburg-Bunkers. Von dessen Aussichtsplattform gelang durch das dichte Gebüsch auch das eine oder andere Foto auf die abgestellten Kadetten.

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Die Heide ist bekannt für Ihren Wildreichtum, doch haben wir am Freitag außer einigen Vögeln kein Wild gesehen. Weiter ging es zu einem ganz großen Vogel, einer zweimotorigen Douglas Dakota DC-3 auf dem Gelände des Luftbrückenmuseums in Faßberg. Unsere Kadetten reihten sich auf dessen Parkplatz auf.

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Das Luftbrückenmuseum erinnert daran, welch großen Anteil britische und amerikanische Lufttransporte 1948 bis 1949 daran hatten, um die Versorgung West-Berlins während der Berlin-Blockade durch die Sowjetunion sicher zu stellen. Wir hatten eine sehr aufschlussreiche Führung. Es gelang unserem Begleiter, Dramatik und Spannung der damaligen Situation lebendig werden zu lassen. Auch die sorgfältig und wirkungsvoll ausgewählten Ausstellungsstücke erreichten ihr Ziel, für die Nachwelt ein Andenken an diese großartige logistische Leistung in Erinnerung zu halten. Übrigens fliegen noch heute  Maschinen der ausgestellten Typs Douglas DC-3 in Südamerika. Alle wichtigen Ersatzteile sind heute noch verfügbar, weil die Ersatzteilversorgung für die Luftbrücke noch einmal hochgefahren wurde.

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Auf dem Rückweg sahen wir in mehreren Koppeln Heidschnucken und kurz vor Bispingen waren zwei Störche zu sehen, die auf einer Feuchtwiese nach Nahrung suchten.

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In Bispingen fuhren wir zur Gaststätte „De ole Döns“ zum gemeinsamen Abendessen. Danach kam dann der Absacker in der „Grünen Eiche“ und ein letzter kontrollierender Blick auf die Kadetten: Die Freitagstour war weniger als etwa 150 km lang, da musste nicht unbedingt nachgetankt werden.

Samstag, 17. Juni 2017

  9.30 Uhr Ausfahrt „Nordheide“

19:00 Uhr gemeinsames Abendessen im Hotel „Zur Grünen Eiche“

Am folgenden Morgen, die Nacht war nicht ganz trocken geblieben, kam nach dem Frühstück wieder das gewohnte Ritual: Auto abledern, Morgenbesprechung und Abfahrt zur Tagestour in die Nordheide. Diesmal standen die Heidekräuter und die Kultur der Heide im Mittelpunkt. Auf der Fahrt sahen wir dort, wo die Bäume am Straßenrand freien Blick zuließen, riesige Heideflächen, leider in braun und grau, weil nun einmal die Heide erst im Herbst blüht. Ob ich vielleicht dann noch einmal hin fahren sollte?

Am Heidegarten in Schneverdingen gab es eine Parklandschaft zu sehen, aber auch den „Alten Schafstall“, in dem der Imbiss eingenommen werden konnte. Die tief herunter gezogenen Dachflächen, natürlich mit Reet gedeckt, ließen fast kein Licht in den Raum kommen, doch der Imbiss war schmackhaft und angemessen. Draußen kam dann die Schönheit der Heide zur Geltung: Ein sorgfältig angelegter, lehrreicher Schaugarten machte uns deutlich, wie viel Schönheit Kultur aus einem Stück Heide zu zaubern vermag.

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Vor der Weiterfahrt entstanden noch diverse Erinnerungsfotos der Kadett A Karosserieversionen und aller Teilnehmer.

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Bald war auch diese zweistündige Pause zu Ende und weiter ging die Fahrt auf einer freigegebenen Straße quer durch den Truppenübungsplatz zur Galerie-Holländermühle Sprengel in Neuenkirchen, die seit 1877 in Betrieb war und von Gemeinde und Mühlenverein in den Jahren 1990 bis 1998 von Grund auf restauriert wurde.

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Doch bald rief Michael mit seiner Ratsche wieder zur Weiterfahrt. Schließlich bot die Ausfahrt noch einen weiteren Höhepunkt: den Besuch im Heidemuseum Rischmannshof in Fallingbostel, das 1912 als eines der ersten Freilichtmuseen in Deutschland eröffnet wurde. Kern des Museums ist die Hermann-Löns-Stube. Unsere Führung legte besonderen Wert darauf, die Redensarten und Floskeln der heutigen Umgangssprache auf ihre historischen Wurzeln zurückzuführen, beispielsweise: Alles in Butter, Hungerharke oder einen Zacken zulegen. Da gab es sehr viele Erläuterungen, und wer aufgepasst hat, weiß nun mehr.

Auf dem Rückweg vom Museum in Fallingbostel konnten wir in einem Dorf übrigens lebendiges Brauchtum kurz sehen. Auf einer Rathaustreppe stand ein nicht mehr ganz junger Mann, 30 Jahre alt, und schwang mit weit ausholenden Bewegungen einen extra großen Besen. Ihm sahen, rechts in einer Gruppe die Mädchen, links die Jungen (das kann ein Zufall sein) etwa gleichen Alters zu. Und was ist der Sinn des Ganzen? Wer im Norden mit 30 Jahren noch nicht verheiratet ist muss (männlich) die Rathaustreppe fegen oder (weiblich) die Rathausklinke putzen. Anschließend wird dann gefeiert.

Zurück ging es von Fallingbostel über Heidestraßen nach Behringen. Dabei sahen wir dann doch noch ein einzelnes Reh, mehr als 100 Meter entfernt.

Im Hotel gab es nach dem Abendessen eine von Michael engagierte Überraschung: Der Comedy-Auftritt von Dörte Spangehl als Landfrau Malwine unterhielt uns so köstlich mit Ihren plattdeutschen Geschichten über sich und Ihren Ehemann Hans-Günther, dass vielen vor Lachen die Tränen in den Augen standen.

Die anschließende Diaschau zeigte noch einmal die teilnehmenden Kadett A mit ihren Fahrern und Beifahrern. Das Programm schloss in gewohnter Weise: Michaels Organisation des Treffens wurde von Typreferent Stefan mit lobenden Worten gewürdigt und er hob besonders hervor, dass dies – gemeinsam mit Siegen 2014 – das zweitgrößte Kadett A-Treffen aller Zeiten war, und die Genussfahrten in der Heide wunderbar entspannt waren. Als Dank für dieses schöne Treffen erhielten Hannelore und Michael bis zum nächsten Jahr den sogenannten „Wander-Kadett“ übergeben. Danach wurde die Ratsche von Stefan an Heidi und Hermann weitergereicht, die vom 31. Mai bis zum 3. Juni 2018 das 22. Opel Kadett A Treffen in Schwerte ausrichten werden.

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Teilnehmer

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