1962–2022

28. OPEL KADETT A-Treffen
4. bis 7. Juni 2026 in Loiching (Niederbayern)

Bericht von Arno Voegele

Eingeladen hatten uns Susanna und Sebastian Gremmer mit einem herzlichen bayerischen „Griaß eich!“ ins Landgasthaus Räucherhansl in Loiching zwischen Landshut und Dingolfing.

Mia g‘frein uns auf eich!
(Wir freuen uns auf euch!)

Susi & Sebastian

Programm

Donnerstag, 4. Juni 2026 (Anreisetag)

So sind wir alle aufgebrochen und ein jeder auf seine eigene Art und Weise auf recht unterschiedlich langen Wegen angereist, um dem Lockruf aus Niederbayern zu folgen. Ganz leicht war ja Loising nicht zu finden und war man dann endlich vor Ort, ging die Suche nach dem Räucherhansl erst richtig los. Doch plötzlich am Ende eines der Teilorte war unübersehbar das aufgehängte Einladungsbanner sowie daneben ein weiß-gelbes Etwas mit der Bechriftung "Die kleine Kneipe" zu sehen, was sich später als Sebastians Eigenbau-Anhänger aus einem Kadett A-Heck herausstellte. Insgesamt haben sich 30 Kadetten und ihre Teams bis zum Spätnachmittag eingefunden, ihre Kadett´chen in der Reihe schön aufgestellt und sich zur Begrüßung und herzhaftem Umtrunk nach einem Jahr des „Entzugs“ seit dem letzten Treffen im Elsass auf der Terrasse des Räucherhansl niedergelassen.

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Nach der ersten Begrüßungseuphorie ging es dann zum Einchecken, Zimmer aufsuchen, Frischmachen und dann in Erwartung des kommenden Abends hinein in den für uns reservierten Veranstaltungsraum. Wer sich nicht sicher war, hat den Raum spätestens an den aufgestellten “Opel-Fähnchen“ auf einer Holzscheibe mit beeindruckender Blumendekoration auf den Tischen und dem historischen Kadett-Werbeplakat an der Wand erkannt.

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Und irgendwie stand da noch etwas Unerklärtes, nicht richtig deutbares im Opel-Look im Raum – was kann es nur sein?

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Nach den offiziellen Begrüßungsworten durch Sebastian wurde uns dann die rote Überraschungstasche mit kurzen Inhaltsangaben für die beiden Tagesausfahrten überreicht, mehr war ja an Roadbook nicht nötig, da wir  nach dem bekannten und bewährten „Rosenheimer-Abbiegesytem“ bei den Tagesfahrten unterwegs sind; alle haben bislang immer das Ziel erreicht, keiner ging unterwegs verloren. Doch eine Überraschung gab´s doch: eine bildhafte Teilnehmerliste mit den Teams, Auto und Namen – eine „super Idee“ von Susanna und Sebastian!

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Dann war es soweit ... mit dem Abendessen à la carte, genüsslich deftig ganz nach bayerischer Art (und von den Bieren im Land einmal ganz abgesehen). Stimmungsvoll gestaltete sich das Beisammensein und wie spät es bei Einzelnen geworden ist, wollen wir so genau gar nicht wissen.

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Freitag, 5. Juni 2026

Nach dem morgendlichen gemeinsamen Frühstück fanden wir uns vor dem „Räucherhansl“ zur Fahrerbesprechung ein. Zum zweiten Mal hörten wir die „aufschreckende Rassel“ was bedeutete dass persönliche Gespräche aufhören und wir den Hinweisen von Sebastian und Susanna folgen sollten. Unsere Kadetten standen gegenüber in Reihe neben dem Maibaum zur Abfahrt bereit, ein Le-Mans-Start war jedoch nicht möglich, da wir zunächst noch einiges zum „Kadett-Anhänger“ erfahren sollten. Sebastian hatte zu Hause noch ein altes ziemlich verrostetes „Kadett-Hinterteil“ das er leicht umgebaut, farblich im Opel-Look neu gestaltet und auf ein neues Anhängergestell montiert hatte. Was für ein Hingucker mit praktischer Verwendung als „kleine Kneipe“, Ersatzteillager oder für Fundstücke unterwegs.

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Mit leichter Verspätung sind wir dann aufgebrochen. Sebastian und Susanna mit ihrem unverkennbaren „Führungs-Kadett“ voraus, ging es dann auf Fahrt zu unserem ersten Tagesziel, dem Museum in Dingolfing. Der Großteil der Kadetten wurde auf einem Parkplatz unterhalb der Altstadt abgestellt, nur wenige Kadetten konnten aus Platzgründen hoch in die Altstadt fahren und direkt vor dem historischen Museumsgebäude sehenswert aufgereiht werden.

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Im Innenhof des Museums wurden wir von den beiden Führern vor einer im nahegelegenen BMW-Werk 02.27 gefertigten Alu-Karosserie des Rolls-Royce Phantom begrüßt. Als erstes wurden wir in das Dachgewölbe geführt, um sachkundige Erläuterungen zum Handwerk und zur Industrialisierung von Dingolfing sowie zu einigen Exemplaren alter Landtechnik zu erhalten.

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Danach ging es in die unteren Stockwerke, wo uns anhand von vielerlei Infotafeln die Historie der Firma GLAS von der ursprünglichen Landtechnik bis hin zum Automobilunternehmen vorgestellt wurde. Die Autogeschichte begann 1955 mit dem Goggomobil, um am damaligen Trend zur Mobilisierung teilzuhaben. GLAS legte sein Augenmerk zunächst auf die vielen Führerscheininhaber für Motorräder die unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls Autos mit geringem Hubraum und Leistung fahren durften. Zunächst wurde die „kleine Goggo-Limousine“ (250 cm³, 13,6 PS) auf den Markt gebracht. Danach folgte der Goggo-Transporter und zuletzt das Goggo-Coupé mit jeweils Erweiterungen der Motoren auf 300 cm³ mit 15 PS und 400 cm³ mit 20 PS. Ergänzt wurde die Fahrzeugpalette noch durch ein diverses Angebot an in jener Zeit sehr beliebten Motorrollern, die nach dem Kosenamen des Enkels des Seniorchefs Hans Glas „Goggo-Roller“ genannt wurden.

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Ausgestellt war auch der von Pietro Frua 1964 gebaute viertürige Prototyp GLAS X3L, der als Opel Kadett A Wettbewerber in der Kleinwagenklasse geplant war. Es bleib jedoch bei diesem fahrbereiten Einzelstück.

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An weiteren bekannten Fahrzeugen der Marke GLAS, wie dem 1300/1700 GT und dem V8, wurde uns der innovative Technikansatz der GLAS-Ingenieure demonstriert. Dennoch konnte nicht verhindert werden, dass das Automobilunternehmen im Jahre 1966 in finanzielle Schwierigkeiten geriet und zum 1. Januar 1967 von der Firma BMW übernommen wurde. Einige GLAS-Fahrzeuge erschienen danach mit dem Markenemblem von BMW: so das 1600 GT Coupé und das 3000 V8 Coupé.

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BMW GLAS 3000 V8

 

 

 

Wohin die technische Entwicklung in den letzten Jahren beim Automobil geführt hat und noch führen wird, konnten wir an einem Schnittmodell des BMW 7 Hybrid sehen, aber nicht immer auch verstehen: Muss das wirklich sein oder sind nicht eher bereits hier schon die Grenzen des technisch-wirtschaftlich sinnvoll Machbaren erreicht?

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Nach einem gutgemeinten Dankeschön für die kompetente Museumsführung sind wir nun aufgebrochen zu unserem nächsten Tagesziel...

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... das Freilichtmuseum Massing, ein Museum für das ländliche Siedlungswesen Niederbayerns. Und weil unsere Kadetten so schön anzuschauen sind, durften wir sie nach Einweisung auf dem Museumsgelände parken, immer in kleinen Grüppchen von ca. acht Autos an unterschiedlichen Stellen des Geländes, z.B. im Museumsinnenhof oder in der Pappelallee.

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Was wäre ein solcher Besuch ohne eine deftige Mahlzeit sprich „Reindl-Essen“, ein deftiger Schweinsbraten mit Knödeln/Kartoffeln/Kraut direkt in einem großen Bräter serviert. Das eine oder andere bayerische Hopfenbier mit oder ohne Alkohol wurde natürlich ebenfalls konsumiert.

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So gestärkt gingen wir auf Museumstour um anhand der acht verschiedenen Bauernhöfe das frühere ländliche Leben und Handwerk, z.B. Töpferei mit Brennöfen zu erfahren. Ein Museumsbesuch mit langen Wegen und ein willkommener Ausgleich zu den Fahrten mit den Kadetten.

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Anschließend ging unsere Fahrt zurück zum Räucherhansl und wir ließen die Tagesausfahrt und den Nachmittag zünftig auf der Terrasse ausklingen.

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Pünktlich um 19 Uhr haben wir uns dann wieder zum geselligen Clubabend zusammengefunden, diesmal aber in der bayerischen Landhausstube des Hotels. Auch das Abendessen à la carte lies nicht lange auf sich warten, genüsslich deftig ganz nach bayerischer Art.

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Und weil der Mensch nach dem Essen zur Müdigkeit neigt hat Manfred Stör sich wiederum wie jedes Jahr aufgeschwungen um in seiner lebhaft oberschwäbischen Art über das letztjährige Kadett A-Treffen im Elsass zu berichten, immer hinweisend auf seine angetraute Assistentin Monika. Manchem ist nun wieder bewußt geworden, in welcher Berg- und Kurvensause in landschaftlich reizvoller Gegend wir damals unterwegs waren.

Zur musikalischen Untermalung des Abends hat ein Diskjockey aufgespielt und zu später Stunde haben doch noch einige von uns ein flottes Tänzchen gewagt.

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Nicht zu vergessen die liebevoll und ideenreich von Susanna mit ihrem familiären Team vorbereitete Dessertspeise, präsentiert vor dem von Sebastian neugestalteten LED-Kadett-Schriftzug. Eine „viereckige Prinzenrolle“ jeweils oben verziert mit dem Bild der einzelnen Kadett-Teams – Mann oh Mann! Da ließen die Kadett-Freunde mit einem gierigen Zugriff nicht lange auf sich warten. Selbst dem strahlenden Veranstaltungspaar hat´s geschmeckt.

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Doch auch ein noch so schönes Beisammensein geht einmal zu Ende – der Müdigkeit gezollt.

Samstag, 6. Juni 2026

Auch an diesem Morgen fanden wir uns nach dem gemeinsamen Frühstück diesmal zu einer kurzen Tagesbesprechung direkt an unseren Fahrzeugen ein. Das Tagesziel war Abensberg, das „Nördliche Tor zur Hallertau“. Schaut man auf die Geschichte dieser Region, kann man leicht feststellen, dass der Hopfen einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Hallertau beigetragen hat – und zwar lange vor der Automobilindustrie.

Und als Sebastian die Kelle von Rot auf Grün stellte ,war der Start frei gegeben. Ein Kadett nach dem anderen bog auf die Landstraße ein, nahm zügig Fahrt auf und folgte unterwegs in herrlicher Landschaft und schönen Ortschaften den Richtungsanweisungen an den Abbiegestellen. Wir waren träumerisch unterwegs ohne Hektik, wenn nicht plötzlich auf der linken Seite der eine oder andere Vogel Strauß gewesen wäre… war es eine Halluzination bei leicht aufgekommener Müdigkeit? Es war Wirklichkeit, da wir eine Straußenfarm im Vorbeifahren zu sehen bekamen. Anmerkung: anscheinend schmeckt der Hopfen auch den Straußen.

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Kurz danach erreichten wir die Stadtgrenze von Abensberg, fuhren vorbei an dem historischen Stadttor und erreichten unser erstes Tagesziel: die Brauerei zum Kuchlbauer. Leicht fanden wir zu unserem vorreservierten Parkplatz, stellten die Kadetten ordentlich in Reih und Glied auf, begannen mit den „Fachgesprächen“ und der üblichen „Motoreninspektion“ – alles i.O., wenn nur nicht die Wasserlache auf dem Boden wäre. Zum Glück stellte sich heraus dass sie bereits bei unserer Ankunft schon vorhanden war. Auch Balu, der Hund an Susis Seite, hat nach der Fahrt die erreichte Freiheit genossen.

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Die Rassel in Sebastians Hand erinnerte uns schnell an den Grund unseres Daseins: die Besichtigung der kulturgeprägten Weißbierbrauerei Kuchlbauer, die seit 1300 das Braurecht besitzt. Sie zählt zu den ältesten Brauereien der Welt. Im Mittelalter bezeichnete man als Kuchlbauer den Bauernhof, der die Küche des Hofstifts und des Bischofs zu versorgen hatte. Ein Kuchlbauer aus Regensburg kaufte im Jahre 1751 das Stammhaus am Marktplatz in Abensberg und seit acht Generationen ist die Familie im Brauhandwerk tätig. Bei der Brauereiführung wurde uns nicht nur die Braukunst näher erläutert, es wurden auch Einblicke in das Leben der sagenumwobenen Weißbierzwerge gewährt. Die Führung endete mit einer kleinen Bierverkostung, sodass Kultur und Bier in Harmonie betrachtet werden konnte.

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Um den Bekanntheitsgrad der Brauerei zu steigern, plante der Besitzer das Brauereigebäude in ein Kunstwerk umzugestalten. Dazu nahm er 1998 zum ersten Mal Kontakt zu dem berühmten Künstler Friedensreich Hundertwasser (1928–2000) auf, der sich 1999 dazu bereit erklärte, einen Bierkunstturm für die Brauerei zu entwerfen. Der Kuchlbauer Turm wurde er am 23. April 2010 eröffnet, ist 35 Meter hoch und wohl das letzte Bauwerk von Friedensreich Hundertwasser.

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Da der Hunger und vor allem der Appetit nur allzu menschlich ist war ein Einkehrschwung im Brauerei-Biergarten mehr als willkommen.

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Ebenfalls auf dem Gelände befindet sich das KunstHausAbensberg. Es entstand nach den Plänen des Architekten Peter Pelikan, einem langjährigen Freund und Weggefährte Hundertwassers. Das 2014 eröffnete Kunsthaus mit seinem schiefen Turm und seinen weichen und harmonischen Formen ist dem Leben und Werk Friedensreich Hundertwasser gewidmet.

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Frisch gestärkt sind wir dann zurück zu unseren geparkten Kadetten und nach einem obligatorischen Gruppenfoto aufgebrochen.

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Zunächst ging es wieder durch eine landschaftlich reizvolle Gegend, vorbei an Hopfenanbaufeldern und ihren z.T. 3 Meter hohen Hopfenstelzen, nach Landshut, der geschichtsträchtigen Hauptstadt Niederbayerns. In kluger Voraussicht hatte Susanna für uns den Parkplatz der Gewerbeschule reserviert, wo wir ganz für uns allein Aufstellung nehmen konnten. Das war eine gute Gelegenheit wiederum schnell in einen vertiefenden Gedankenaustausch zu kommen. Nicht für alle, denn für manchen Kadett-Liebhaber war der Blick in den Motorenraum und das Putzen desselben wie ein „innerer Zwang“.

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Letztendlich war die Gruppendynamik doch größer und wir sind alle gemeinsam auf den Weg zur historischen Innenstadt gegangen, wo uns unsere beiden Stadtführer bereits vor dem Rathaus erwarteten.

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Aufgeteilt in zwei Gruppen haben wir die Besichtigung gestartet, zunächst in das Innere des Rathauses. Wir waren mehr als beeindruckt vom historischen Rathausprunksaal, der über eine mehr als 400 Jahre lange Geschichte anhand monumentaler Wandgemälde zu berichten weiß. Sie stellen das historische Ereignis der Landshuter Hochzeit dar, als im Jahre 1475 in Landshut die Heirat von Georg dem Reichen (einziger Sohn des bayerischen Herzogs Ludwig IX.) mit Hedwig Jagiellonica (älteste Tochter des polnischen Königs Kasimir IV. Andreas) gefeiert wurde. Die Brautfahrt der 18-jährigen Hedwig begann im Herbst 1475 in Polen und dauerte zwei Monate bis sie in Landshut eintraf. Die Hochzeit selbst fand am 14. und 15. November 1475, anschließend führte der Brautzug durch die Altstadt zum Rathaus, dort geleitete der Kaiser Friedrich III. die Braut zum Hochzeitsreigen. Zu den mehrtägigen, aufwendigen Feierlichkeiten waren zehntausend Gäste bei diesem anwesend, die tranken, tanzten und sich beim Ritterturnier vergnügten. Zur Erinnerung wird alle vier Jahre im Sommer dieses Ereignis in einem vierwöchigen Spektakel aufgeführt.

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Unsere Tour führte uns weiter an geschichtsträchtige Orte der Stadt, zunächst an die Stiftsbasilika St. Martin, deren Bau 1385 begonnen und erst um das Jahr 1500 fertiggestellt werden konnte. Mit ihrer außergewöhnlichen Architektur, in der sich Elemente von Hoch- und Spätgotik verbinden, gehört die Kirche zu den bedeutendsten Monumentalbauten der Gotik in Süddeutschland. Der Turm ist mit 130 Metern der höchste Backsteinturm der Welt sowie der höchste Kirchturm Bayerns.

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Auf der weiteren Tour bekamen wir einen umfassenden Eindruck von dem wertvollen historischen Stadtbild und den Einflüssen der Gotik und Renaissance auf Baudenkmäler von großer kulturhistorischer Bedeutung

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Die Zeit war weit vorangeschritten und deshalb gingen wir auf direktem Weg zurück zu unseren geparkten Kadetten und fuhren weiter über schwungvolle Landsträßchen zurück zu unserem Hotel Räucherhansl.

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Welch eine Überraschung als wir ankamen und neben unserem Opel-Banner einen mächtigen Traktor der XXL-Klasse, eine weiße Hochzeitslimousine und einen schwarzen Super-Truck sahen.

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Um 19 Uhr war es dann mal wieder soweit für einen stimmungs- und überraschungsvollen Abend.

War da wirklich für uns extra ein lila-weißer Ballonbogen als Überraschung aufgestellt – und wenn ja dann von wem? Die Frage blieb für manchen zunächst unbeantwortet, denn alle drängten zum bevorstehenden Abendessen, auch diesmal wieder à la carte, genüsslich deftig, ganz nach bayerischer Art. Nicht aber bevor Susanna und Sebastian uns über den vorgesehenen Abendverlauf informierten.

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Nach gutem Essen und guten Gesprächen wurden wir auf Sebastian und Susanna – diesmal ohne Rassel – aufmerksam. Da war doch noch was…
Ja, wir erhielten als Erinnerungsgeschenk von Susanna einen selbstgehäkelten „Klorollenhut“ mit zweifarbigem Muster und aufgenähtem Opelzeichen; für 30 Kadett-Teams mussten also 30 Klorollenhüte von Susanna selbst in den vergangenen Monaten gehäkelt werden – was für eine „Freizeitgestaltung“!

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Und beide hatten sich für uns noch ein Quiz ausgedacht, zu dem ein jeder den Fragebogen ausfüllen sollte. Nicht ganz leicht bei Fragen wie z.B. „Aus wie vielen Maschen und Stäbchen besteht der Klorollenhut“ oder „Welches Gewicht haben die auf dem Opel-Rondell liegenden Ersatzteile zusammen?“ sowie weitere Fragen aus der bayerischen Kulturwelt. Das muß auch noch erwähnt werden: unser Leidgenosse Georg nach seiner Schulter-OP zeigte schon wieder großes Interesse an Ersatzteilen auf dem Opel-Rondell (Sebastians Eigenkreation aus einer Gasflasche, Lack, rundem Aufsatz und Opel-Zeichen mit Schnapsgläschenpalette).

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Aus den bewerteten richtigen Antworten der Fragebögen wurde die Siegerin ermittelt. Die Anspannung stieg und Marion stand plötzlich im Mittelpunkt des Beifalls. Als Preis wurde vom Ausrichterpaar ein von Sebastians Vater Hans selbst gebauter „Zwitscherkasten“ an Marion überreicht: kein Vogelnistkasten sondern ein Ausschank für spritzige Ideen.

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Danach bedankte sich Stefan im Namen aller Teilnehmer bei Sebastian und Susanna für die arbeitsintensive Organisation und die gelungene Durchführung des 28. Kadett-Treffens in Niederbayern um anschließend den eingesammelten „Obolus“ zu überreichen. Damit war die aktive Rolle der diesjährigen Ausrichter zu Ende, eine große Last ist abgefallen, Erleichterung und Freude in ihren Gesichtern.

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Stefan gab anschließend die Ausrichter für das 29. Kadett-Treffen 2027 bekannt: Angelika und Andreas Wernitz laden uns vom 27. bis 30. Mai 2027 zum 29. Opel Kadett A-Treffen an den Motzener See bei Mittenwalde  südlich von Berlin ein.

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Zum Schluß bleibt noch die Antwort zu dem lila-weißen Ballonbogen zu geben. Im Raum nebenan feierten Carolin & Manuel ihre Hochzeit – herzliche Gratulation von uns allen. Der Ballonbogen war als Rahmen für das ausliegende Gästebuch gedacht. Und da wir an diesem Samstagabend „musiklos, aber tanzhungrig“ blieben, haben einige von uns doch noch im Hochzeits-Nachbarraum vorbeigeschaut und die Tanzfläche etwas aufgewühlt sowie Robert dem Hochzeitspaar ein Ständchen gesungen – zur Freude aller.

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Sonntag, 7. Juni 2026 (Abreisetag)

Rechtzeitig aufstehen, ein erster Blick aus dem Fenster nach dem Wetter, Reiseutensilien packen, in Ruhe frühstücken, Hände schütteln und Abschied nehmen – das Treffen ist viel zu schnell vergangen.

Kadett starten, alles zurecht rucken, anfahren, winke-winke, ein letzter Blick zum Opel-Banner und auf „die kleine Kneipe“, schon sind die Gedanken auf „Heimreise“ geschwenkt. Vorbei am schönen Giebelhaus und durch das Stadttor von Loiching hinaus auf große Fahrt. Ein letzter Blick auf den „Schwanensee“ – was bleibt ist die Erinnerung an ein schönes, gelungenes Treffen der Kadett-A Freunde.

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